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    Veloferien in Mexiko

Reisebericht Yucatán Pionier-Reise

Reisebericht von Reiseteilnehmer Alexis Gehrt

Radreise Yucatán

Playa del Carmen und Cancun - die Inbegriffe für Touristen, Sonne, Sandstrand und Badeferien. So wurden wir von manchen Kollegen auch immer etwas beschmunzelt, als wir erzählt haben, dass wir nach Yucatán in die Veloferien gehen. ABER - und das ist ein grosses aber - die Reise war ein Erlebnis vom Feinsten und wir waren an idyllischen Orten und Naturschutzreservaten, welche ein Pauschaltourist wohl nie zu Gesicht bekommen wird.

Entstehung von Yucatán

Eine Erläuterung vorweg, welche wohl die wenigsten wissen, wenn sie dorthin fliegen. Die Halbinsel Yucatán besteht aus einer Kalksteinplatte und hat sich vor zig Millionen Jahren analog dem Jura aus dem Meeresboden erhoben. Einfach ohne die Alpenfaltung und deshalb ist die Halbinsel auch nahezu flach.

Im Kalkgestein bildeten sich unterirdisch natürliche Höhlensysteme, welche dann zu Uhrzeiten eingebrochen sind. So bilden sich die so genannten Cenotes. Diese sind meist rund, gut 50-100 m breit und 30 m tief und viele haben sich mit kristallklarem Wasser gefüllt. Bei 25 Grad Wassertemperatur das absolute Badeerlebnis und eine willkommene Abkühlung während einer Bike-Etappe.

Abenteuer Mexiko

Schon nach der Ankunft am Flughafen beginnt das zweiwöchige Abenteuer in Mexiko. Wir halten auf der Fahrt ins Hotel bei einem Restaurant, in welchem man wohl alleine nie Essen gehen würde. Fajitas, Burritos - einfach nur lecker. Danach kann man sich nach dem langen Hinflug im Hotel gemütlich ins Bett legen und auf den nächsten Tag und die Veloreise in Yucatán freuen.

Gleich am Morgen geht es mit der Fähre nach Cozumel und die erste Bike Tour kann beginnen. Schon nach wenigen Minuten haben wir die Hektik der Strassen im Hafen hinter uns gelassen und geniessen die ersten Kilometer entlang dem karibischen Meer. Blauer Himmel und Meer - was will man mehr? Ein kurzer Schnorchelausflug nach dem Mittagessen und schon bald ist der erste Tag wie im Flug vorbei.

Biken entlang der karibischen Küste in Yucatan

 

Mexikanisches Essen und Trinken

Am Abend stärken wir uns bei Margaritas und/oder einem Corona und feinstem mexikanischen Essen. Die ausgesuchten Restaurants waren alle sehr gut und das Essen einfach nur lecker. Fajitas, Burritos, Steak oder frischen Fisch vom Grill. Eine Diät-Reise ist dies übrigens ganz und gar nicht ;-) - da ja auch die Verpflegung über Mittag immer üppig ist. Sei es ein einheimisches Restaurant mit regionalen Gerichten oder mal die ganze Palette von lokalen Früchten, welche uns unser Reiseleiter Adi Hurni frisch aufschneidet.

Lokaler Guide Alejandro

Auf unserer Veloreise quer durch das Land machen wir immer wieder mal einen Stopp und besuchen verschiedene Sehenswürdigkeiten. Dabei kommen natürlich die Maya Kulturstätten nicht zu kurz und in den zwei Wochen haben wir eine wahre Weiterbildung in Maya-Kultur genossen. Dies vor allem, Dank unseres lokalen Guides Alejandro. Mit ihm hat Bike Adventures Tours eine wahre "Perle" und Bereicherung für diese Reise gefunden. Er hat uns erzählt:

Im Sommer schnorchle er mit Touristen im Meer nach Walen, im Winter (heisst für uns aus der Schweiz angereisten Biker = perfekte warme Temperaturen zum Biken) wolle er ein neues Business mit Biken aufziehen. Immer zuvorkommend, stets eine helfende Hand da und dort, immer auf zack und immer am Handy etwas organisierend. Das ist Alejandro! Ein Fundus an Wissen über die Maya Kultur, Land und Leute, die Flora und Tierwelt.

Unterkünfte auf der Reise

Die Hotels auf der ganzen Reise waren ebenfalls sehr gut ausgesucht und reichten von einem kleinen, aber feinen B&B bis zu einem eindrucksvollen Kolonial-Stil-Hotel. Das B&B verbirgt sich übrigens in einem Städtchen auf dem Lande, bei dem ich innerlich zuerst gedacht hatte "Schluck, wo bringen sie uns jetzt hin". Aber hinter der Eingangstüre bzw. Mauer war das überraschte "Wow" um so grösser.

Baden in den Cenotes 

Ein besonderes Erlebnis sind immer wieder die erfrischenden Badepausen in den Cenotes. Unser Begleitbus-Fahrer Louis passt so lange auf die Fahrräder auf und wir packen die Badehose aus dem Bike-Rucksack aus. Der Blick aus dem kühlen Nass nach oben, entlang der von Lianen behangenen Wände, ist einfach überwältigend.

Auch eine Tour durch den Urwald darf natürlich nicht fehlen. Obschon der Urwald auf der flachen Halbinsel Yucatán natürlich nicht der allgemeinen Vorstellung von 60 m hohen Bäumen im Amazonas entspricht. Es ist aber immer noch ein spezielles Gefühl zu wissen, dass vielleicht nur 100 m neben dem Singletrail ein Jaguar Deckung sucht, bis wir "Eindringlinge" wieder weg sind. Nachts und allein möchte ich dem dann wiederum nicht begegnen.

Flamingos in den Naturparks Mexikos

 

Naturparks in Mexiko

Mir bislang völlig unbekannt, dafür umso überraschender schön, sind die verschiedenen Naturschutzreservate, die Yucatán zu bieten hat. An einem Morgen ging es früh mit dem Boot durch Mangroven in Richtung Flamingos welche hier überwintern. Auf der Fahrt durch die Lagune sahen wir unzählige Vogelarten wie Pelikane oder die markanten Fregattvögel am Himmel.

freilebende Krokodile in Yucatan

 

Bike-Action auf den Trails

An einem anderen Tag führte uns unsere Radtour in ein anderes Naturschutzgebiet, in welchem wir sogar freilebende Krokodile beobachten konnten. Quasi eine Bike-Safari. Auch die Kiesstrasse mit Schlaglöchern hat nicht gefehlt. Das hingegen sorgt auf dem Mountainbike wiederum für Action ;-)

Im Landesinneren standen natürlich auch andere Highlights auf dem Programm. Darunter eine Wanderung durch eine Kalkstein Höhle. Ein anderes Mal unternahmen wir einen Abstecher zu einer Sisal-Fabrik, welche die Blätter zu Fasern und Seilen verarbeitet. Später, gegen Abend, genossen wir noch eine abenteuerliche Fahrt auf einer Art Mini-Eisenbahn. Früher wurden die Bündel der Sisal Blätter damit transportiert - jetzt werden mit 1 PS (ja, genau ein PS) Touristen in den kleinen Wagen zu einer fast gänzlich unterirdischen Cenote gebracht. Ein Bad in der Tiefe hat etwas Mystisches an sich.

Chichén Itzá

 

Vermächtnis der Maya

Die wohl bekannteste Attraktion ist Chichén Itzá. Dies ist wohl auch der am meisten fotografierte Tempel der Maya (übrigens Tempel - nicht Pyramide) Den Unterschied hat uns Alejandro genauestes erklärt.

Gerade hier in Chichén Itzá kommen die lokalen Beziehungen von Alejandro zum Einsatz. Normalerweise hat man immer zig Touristen auf dem Bild - doch nicht mit diesem feinen Unterschied: Morgens früh um 7:50 stehen wir vor der Pforte. Während die anderen Touristen dann erst mal Tickets kaufen, zückt Alejandro unsere bereits aus der Tasche. "Jetzt aber schnell und dann haben wir 15 Minuten Zeit alleine, bevor es voll ist."

Wer hätte es gewusst: Auch Kakao Bohnen haben hier einen wichtigen Ursprung. Deshalb darf auch ein Besuch in "Museo del chocolate" mit anschliessender Degustation des Maya Schokoladen Getränks nicht fehlen.

Erholung an den wunderschönen Stränden Yucatans

 

Endspurt der Veloferien

Bei so vielen abwechslungsreichen Tagen der Radreise vergeht die Zeit wie im Flug und die letzten Tage stehen leider schon auf dem Programm. Nach einem Transfer durch die Insel sehen wir uns noch die Maya Kulturstätte in Tulum am Meer an. 

Nach so viel Erlebtem und doch ausgiebig Sport, geniessen wir dann den allerletzten Tag am weissen Strand am Meer - für einmal das volle Touristen Faulenz Programm. Das haben wir uns auch verdient. Und schliesslich, "Wow, waren das schöne Ferien!"

Infos zur Radreise in Mexiko: www.bike-adventure-tours.ch/radreisen/mexiko-yucatan/

Reisebericht-Autor: Reiseteilnehmer Alexis Gehrt

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Reisedaten

23.11.19 - 08.12.19
Reise garantiert
YUC-2/19 CHF 4780
ausgebucht
21.03.20 - 05.04.20
YUC-1/20 CHF 4780
freie Plätze
21.11.20 - 06.12.20
YUC-2/20 CHF 4780
freie Plätze

Individualreise

lokale englischsprachige Reiseleitung
bei 2 Personen ab CHF 6280
bei 4 Personen ab CHF 4250
bei 6 Personen ab CHF 3490
+ Flugpreis ab CHF 1000
freie Plätze

Karte

veloreise-karte-yucatan-mexiko

Reiseinfo

 

Teilnehmerzahl:

  • 10–14 Personen

Anmeldeschluss:

  • 8 Wochen vor Abreise

ANFORDERUNGEN UND STRECKE:

Die Tour kann als einfach eingestuft werden. Die ganze Yucatán Halbinsel ist sehr flach, und es gibt mit Ausnahme einer Tagesetappe keine Steigungen. Es werden durchschnittlich ca. 50 km geradelt pro Tag, mit einigen radfreien Tagen. Diese Radreise kann auch von Personen mit wenig Tourenerfahrung unternommen werden. 

Die Gesamtstrecke beträgt 390-450 km mit nur wenigen Höhenmetern in 10 Bike-Etappen. 

Wir fahren ca. 50 % auf Naturstrassen meist ohne technische Schwierigkeiten, am einten Tag kann auf einem einfachen Singletrail durch den Dschungel gebiked werden. 50 % fahren wir auf asphaltierten Nebenstrassen ohne grossen Verkehr.

Reiseinformationen Mexiko

Beratung

Martin Jost

Martin Jost

martinbikereisen.ch

(+41) 044 761 37 65

Katalog

Bike Adventure Tours Katalog 2019

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