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    Biketour in Brasilien

Mit dem Mountainbike im Nationalpark Chapada Diamantina

Reisebericht von Reiseleiter Pesche Fahrni

Ankunft der Kunden in Salvador de Bahia

Es ist wieder November und ich warte zusammen mit unserem Fahrer „Leao“ am internationalen Flughafen von Salvador de Bahia auf die Bike Adventure Tours Gruppe. Normalerweise gibt es vorher einen Kennenlern-Höck, wo der Reiseleiter und die Reiseteilnehmer sich kennenlernen und die Details der bevorstehenden Tour besprechen. Dieses Jahr bin ich jedoch bereits im September nach Salvador de Bahia gereist und habe meine Gäste per Mail über die Bikereise informiert. Wer wird wohl auftauchen? Einige sind schon mit mir gereist, mit den anderen werde ich in den nächsten Minuten Bekanntschaft machen.

Nach einer Stunde warten, tauchen die Bleichgesichter auf. Wie es so ist, kommen die Biker mit den riesigen Bikekartons zuletzt, dafür kennt man sie schon von weitem! Die Gruppe dieses Jahr ist nur klein, da zwei Gäste kurzfristig absagen mussten. Eine kurze, herzliche Begrüssung, ein erster Geldwechsel und schon sitzen alle im Bus, der uns in 15 Minuten zu meiner Pousada an der Praia de Ipitanga in Lauro de Freitas bingt. Die Ortschaft Lauro de Freitas gehört zu Salvador wie Ostermundigen zu Bern, nur ist hier alles ein bisschen grösser als in der Schweiz. Lauro, wie es von den Brasilianern genannt wird, hat 500’000 Einwohner und gehört zum Grossraum Salvador mit Rund 4,5 Millionen Einwohnern, hat sich also nach Sao Paulo und Rio de Janeiro zum drittgrössten Lebensraum in Brasilien gemausert.

Caipirinhas und herzlich willkommen in Brasilien

Ich erzähle nicht mehr viel heute, vielmehr begebe ich mich sofort in die Küche und bereite eine Runde Caipirinhas zu, den typisch brasilianischen Welcome-Drink. „Sejam bem vindo no Brasil“ - Herzlich Willkommen in Brasilien! Nach der 2. Runde Caipi sind nun alle angekommen. Es ist 1 Uhr morgens, Lokalzeit. Alles weitere am Morgen. „Boa noite e bom descanço!“

Fussball zum Frühstück

Um 06.30 bin ich schon wieder auf den Beinen. Die Crew meiner Pousada bereitet das Frühstück für die Gäste zu. Ich muss jeweils mit dem Velo die Brötchen holen, wenn ich zu Hause bin. Ist ziemlich früh, aber bei unserem Familienbetrieb müssen alle mithelfen, auch ich. Die Jungs auf dem benachbarten Fussballfeld spielen bereits Fussball um 7 Uhr morgens, nachher wird es zu heiss. Jedenfalls komme ich bereits nach 15 Minuten biken ins Schwitzen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brötchen, Käse, Schinken, Ei, Würstchen mit Tomatensauce, Kuchen, verschiedenen Früchten, Fruchtsäften, Joghurt, Müesli, Kaffee und Tee, informiere ich meine kleine Gästeschar über die bevorstehenden Tage und die Radreise.

auf der Biketour in Brasilien muss niemand Hunger leiden

 

Strand-Kulinarik in Brasilien

Übrigens ist Essen und Trinken den Brasilianern unheimlich wichtig. Es wird in den nächsten Wochen niemand Hunger leiden, im Gegenteil. Alle Touristen sind jeweils begeistert über die Vielfalt und das gute Essen auf dieser Reise. Einige Kilos mehr, trotz Aktivreisen auf dem Mountainbike sind keine Seltenheit, da helfen aber auch die vielen Caipirinha- und Bierrunden, denn durstig wird es bereits am Strand nach dem Frühstück. Die Sonne brennt, und wir geniessen den Strand an der Praia do Flamengo inmitten der Einheimischen. Strand am Sonntag in Bahia geht so. Man suche sich ein gutes Plätzchen bei einer guten Barraca (Strandkiosk). Einige Tischchen mit Schatten spendenden Sonnenschirmen. Dann wird getrunken, vor allem Bier. Die leeren Flaschen und Büchsen kommen unter den Tisch, am Schluss wird alles eingesammelt und gezählt. Zwischen den Abkühlungen im Meer werden bei den Strandverkäufern Käse, Cashewnüsse und Acarajé (gehört zu Bahia wie die Kalbsbratwurst zu St. Gallen und besteht aus im Palmöl frittierten Teigbällchen mit einer Vinaigrette, Crevetten, Erdnusspüree und Pfeffer) zum Knabbern bestellt. Und vom Strandkiosk kommt der frische Fisch oder die Moqueca (einheimischer Fischeintopf mit Zwiebeln, Tomaten, Peperoni, Koriander im Palmöl und Kokosnussmilch gekocht). Schmeckt fantastisch!

Stadtrundgang im Pelourinho von Salvador de Bahia

Am Nachmittag geht es dann mit dem lokalen Führer Markus, einem Freund von mir, nach Salvador ins historische Zentrum, den Pelourinho. Unterwegs erzählt er über die Geschichte und Kolonialisierung Brasiliens. Wir machen einige Zwischenstopps am Leuchtturm von Barra, der Dique de Tororo im Zentrum und kommen am neuen Stadion „Fonte Nova“ vorbei, das sich im Bau befindet und im März mit dem traditionellen Fussballderby zwischen den lokalen Grossklubs „Vitoria“ (mein Team, welches eine Woche später in die 1. Division aufgestiegen ist) und „Bahia“ eröffnet wird. An der Fussball-WM 2014, welche bekanntlich in Brasilien stattfinden wird, werden hier sechs Spiele ausgetragen.

Nachtleben von Bahia

Am Abend geht es in eine meiner Stammkneipen in der Altstadt, in die Cravinho Bar. Ich nenne meine Kneipe das „Raclette-Stübli“, auch wenn es nichts mit Schweizer Käsetradition zu tun hat, aber das Interieur ist alles aus Holz und erinnert mich jeweils an eine gemütliche Kneipe in den Schweizer Alpen. Hier gibt es die besten Crevetten in ganz Salvador. Die Beiz ist immer rappelvoll mit Brasilianern und ein ganzer Tisch mit „Gringos“ ist hier eine Seltenheit. Es gibt lokale Leckereien und die Stimmung ist ausgelassen, sogar ein Happy Birthday auf Schwiizerdütsch und eine Jodeleinlage fehlen nicht. Im Hintergrund spielt bereits die Samba-Band zum Tanz. Also lassen wir den heutigen Tag zu heissen Samba-Rhythmen zwischen heissen BrasilianerInnen ausklingen.

Edelsteine und leuchtende Augen

Am kommenden Morgen erwache ich zwar mit leichten Kopfschmerzen, bin aber happy mit dem super Start der Reise! Nach dem Stadtbummel im Pelourinho, dem Besuch der Kirch São Francisco und einem Interview im bahianischen Fernsehen - wir sind schon am 2. Tag berühmt - gehen wir zum Edelstein Grosshändler Daniel Kläy, der uns die Vielfalt der brasilianischen Edelsteine zeigt. Er ist Besitzer einer Smaragdmine nicht weit von der Chapada Diamantina und hat auch schon unsere Bundesrätin Doris Leuthard und diverse Schweizer Polit- und Wirtschaftsgrössen empfangen. Da darf natürlich die VIP-Truppe von Bike Adventure Tours nicht fehlen. Den weiblichen Teilnehmerinnen leuchten die Augen. Wo sieht man schon Edelsteine im Wert von über einer Million Franken auf dem Tisch liegen?

Reise in die Chapada Diamantina

Mit einem öffentlichen Bus sind wir von der brasilianischen Grossstadt Salvador de Bahia nach Lençois in die Chapada Diamantina gelangt, dem Ausgangspunkt der Bikereise. Das lokale Team mit Luca, einem Bike-Guide aus São Paulo, Roberto Kennedy dem Mechaniker und die beiden Fahrer Fatima und Junior, erwarteten uns schon. Die nächsten 10 Tage werden wir mit dem Fahrrad unterwegs sein auf Hammer-Trails im Zentrum des Bundestaates Bahia.

eindrückliches Naturspektakel im Dschungel Brasiliens

 

Lençois – Hauptort in der Chapada Diamantina

Endlich geht es mit dem Mountainbike los! Die erste Bike-Tour unternehmen wir in der unmittelbaren Umgebung des Städtchens Lençois. Er dient auch, sich an die lokalen Verhältnisse in diesem Teil von Brasilien zu gewöhnen.

Bikes zusammenstellen und ab auf den ersten flowigen Dschungel-Trail, der uns in 45 Minuten zu einem netten Badeplätzchen bringt. Am Nachmittag geht es per Bike zum „Ribeirao do meio“ mit seiner natürlichen Wasserrutschbahn, wo wir uns eine weitere Abkühlung gönnen. Das Wasser ist herrlich erfrischend und die Szenerie gleicht einem Plätzchen an der Verzasca im Tessin. Am Abend geniessen wir ein feines „Filé à Parmegiana“ auf dem grossen Platz in Lençois.

Mit dem Mountainbike auf den Pfaden der Diamantengräber

Heute stehen die ersten 54 Kilometer und 1000 Höhenmeter auf dem Programm. Das scheint wenig auf den ersten Blick. Aber die ersten 30 km auf dem alten Diamantengräberpfad, der „Estrada do Garimpo“ sind schweisstreibend mit vielen Steigungen und Abfahrten, Flussüberquerungen, Abschnitten im Sand und technischen Passagen. Wir brauchen dafür fünf Stunden mit einem kurzen Badestopp unterwegs.

Die Begleitfahrzeuge machen einen Umweg und wir treffen uns am Nachmittag im Provinzstädtchen Andarai in der Sorveteria (Eisdiele) Apollo. Da gibt es jenste Früchte, die man in Europa nicht kennt: Managaba, Acerola, Cupuaçu, Graviola und Tapioca - um nur einige zu nennen. Eine Stärkung ist fundamental, denn als Dessert geht es auf einer alten, ruppigen Pavé-Strasse noch 7 km und 450 Höhenmeter ins Städtchen Igatu. Ruedi und ich liefern uns ein Rennen. In 45 Minuten sind wir total erschöpft oben. Die anderen brauchen etwas länger oder nehmen das Begleitfahrzeug.

Die erste Etappe wird mit viel Bier und einigen Caipirinha-Runden gefeiert. Es erscheinen anschliessend nicht mehr alle zum Abendessen!

Auf Singletrails durch Felslandschaften

Heute steht ein weiterer Höhepunkt der Reise an. Über eine Stunde fahren wir Downhill auf dem technisch anspruchsvollen Singletrail inmitten einer bizarren Felslandschaft. Unser Bikerherz schlägt höher! Ich als Reiseleiter bin immer froh, wenn alle heil runterkommen. Den einen oder anderen Sturz gibt es jedoch immer.

Nach einem kürzeren Abschnitt auf einer Asphaltpiste kommen wir auf einen Jeeptrail. Das Szenario ist einzigartig. Die Strasse, eine lange Gerade erstreckt sich vor uns bis zum Horizont, und bringt uns schliesslich zur unterirdischen Grotte und Badesee „Poço Azul“ (blauer Brunnen).

Während die Crew die Bikes verlädt, erfrischen wir uns im kristallklaren und blau schimmernden Wasser der Grotte. Ein spätes, üppiges Mittagessen von Dona Lisa und ein Nickerchen in der Hängematte beschliessen den Tag.

Biken in der wunderbaren Natur Brasiliens

 

Im Süden des Nationalparks Chapada Diamantina

Nach einem Transfer nach Ibicoara in den Süden des Nationalparks Chapada Diamantina steht heute wieder so etwas wie eine Königsetappe auf dem Programm. Das lokale Team mit Luca, Paulinho, Kennedy und ich haben einige Monate zuvor auf einem 4-tägigen Reko, die besten Trails der Region gesucht, und gefunden. Es ist eine Premiere, wir sind zum ersten Mal mit einer Fahrrad-Gruppe hier unterwegs. Auf 51 km überwinden wir auf Singletrails ca. 1300 Höhenmeter. Zuerst geht es mal ruppig bergauf, wir überqueren die „Serra do Sincorá“ und driften auf einem schmalen Maultierpfad in die unendlichen Weiten des brasilianischen Hinterlandes. Nach dem obligatorischen Badestopp, diesmal am Wasserfall Licuri, kommt ein ruppiger Downhill mit einigen Schiebepassagen.

Zu Gast bei Freunden

Die Bike-Trails bringen uns weiter durchs Farmland, Bananen- und Kaffeeplantagen (Brasilien produziert einen ausgezeichneten Kaffee), Zuckerrohrfelder und der Bike-Virus hat uns gepackt.

Gibt es hier einen Ort zum Übernachten? Ja, es ist schon dunkel, als wir im kleinen Gästehaus von Luciano, einem brasilianischen Freund aus São Paulo ankommen. Seine Nachbarin zaubert uns ein ausgiebiges Abendessen auf den Tisch. Nach einem Cachaça (lokaler Zuckerrohr-Schnaps) gehen wir früh in die Federn, morgen steht uns wieder ein abwechslungsreiches Reiseprogramm bevor.

Schnappsbrennerei im brasilianischen Hinterland

Wir radeln auf einer Piste nach „Breijao“, wo wir von Seu Louis erwartet werden. Er ist der Chef der lokalen Schnapsbrennerei, wo das Zuckerrohr in einer über 100-jährigen Tradition zu Cachaça verarbeitet wird. Mit den einfachsten Mitteln wird hier in einem alten Schuppen neben dem Fussballplatz ein Spitzenschnaps gebrannt. Natürlich stärken wir uns mit einem Glas Zuckerrohrsaft und einem Schnäpschen, das uns für den anschliessenden einstündigen Singletrail Flügel verleiht.

Trekking in den Buracao Canyon

Nun tauschen wir die Velos mit den Wanderschuhen. Zu Fuss steigen wir in den Buracao Canyon herunter. Wir gelangen schlussendlich schwimmend zum imposanten Wasserfall – einem der eindrücklichsten in Brasilien. Unser Triathlon ist komplett. Nach einer Erfrischung biken wir am Nachmittag auf einer sandigen Schotterpiste nach Jequi, wo wir von den Einheimischen zum Abendessen erwartet werden. Übrigens, wir sind die erste Touristengruppe, die hier einkehrt. Jequi ist tiefste Provinz. Brasilien pur, weit ab vom Tourismusrummel. So etwas erlebt man nur auf Reisen mit Bike Adventure Tours!

exotische Früchte liefern Energie

 

Gemütlicher Sonntag in den Ferien

Heute Sonntag ist ausschlafen angesagt – schliesslich wollen wir nicht nur aktiv sein sondern uns in den Ferien in Südamerika auch erholen. Wir sind gestern noch nach Mucugê zurückgekehrt und im Städtchen war der Bär los. Die heutige Halbtagesetappe bringt uns am Nachmittag nach Guiné. Biken auf einer Schotterpiste, flankiert rechts von der imposanten Serra do Sincorá mit seinen Felsflanken und links weites Farmland.

Pferderennen auf dem Bike

Vor Guiné ist die Strasse blockiert durch einen grossen Menschenauflauf, wegen einem Pferderennen neben der Strasse am Ortseingang. Einmal am Sonntag im Monat wird auf Pferde gewettet. Die besten Rennpferde der umliegenden Fazendas (Farmen) duellieren sich gegenseitig, und das ganze Dorf ist auf den Füssen. Was die Pferde können, können wir schon lange. In einer Pause schnappen sich Fritz und ich eine Pferdebox und wir duellieren uns, angefeuert von den Zuschauern mit dem Bike die Strecke von 500 Metern. Nach einem harzigen Start, ich hatte einen zu grossen Gang eingelegt, gelingt es mir auf den letzten Metern, Fritz noch abzufangen – sehr zum Gaudi der Einheimischen, welche sogar auf uns gewettet hatten!

Den heutigen Abend verbringen wir in der Pousada von Eduardo und probieren die bereits legendären Açerolaroskas. Die rote und kirschengrosse Açerolafrucht hat den Vitamin C-gehalt von 20 Orangen.

Höchster Punkt der Biketour

Heute regnet es, scheiss Wetter, aber nach einer halben Stunde ist alles schon wieder vorbei. Wir überqueren mit den mit 1300 Höhenmetern höchsten Punkt auf unserer Biketour in Brasilien. Der anschliessende Downhill von 12 km entschädigt für die vorherigen Mühen. Die meisten Radler lassen es krachen und geben Vollgas. Ich nehme es für einmal gemütlich und mache den Schluss. Ein knackiger Aufstieg bringt uns zum Riachino-Wasserfall, wo wir uns wie gewohnt eine Abkühlung gönnen. Von da ist es nicht mehr weit zu unserer wunderschönen Pousada mitten im Grünen des Vale do Capão. Hier bleiben wir zwei Tage und lassen es uns gut gehen.

Trekking zum Wasserfall Cachoeira da Fumaça

Roberto Kennedy, unser Mechaniker, kümmert sich um die Mountainbikes, putzt, schmiert, justiert und wechselt einige Ersatzteile aus. Die Velos leiden auf dieser Tour ungemein. Wasser, Sand und Staub setzen den Lagern und Schaltwerken zu, auch unsere Mulis müssen zwischendurch einmal gepflegt werden. Wir gönnen uns einen Tag Pause und unternehmen ein Trekking zum zweithöchsten Wasserfall Brasiliens, den „Cachoeira da Fumaça“, auch Staubfall genannt. Das Wasser fällt in einen Canyon von 380 Metern und zerfällt zu Staub. Am Abend gönnen wir uns eine Pizza beim Schweizer Thomas, der vor 25 Jahren ausgewandert ist, und die besten Pizzas der Region zubereitet.

Königsetappe zu den Tafelbergen

Die Königsetappe steht an! Wir müssen früh aus den Federn, denn heute stehen wieder 36 km Singletrails durch die Steppe des „Vale dos Tres Irmâos“ (Tal der 3 Brüder) auf dem Programm. Adrenalin pur in einer faszinierenden Gegend, umrahmt von Tafelbergen und Flüssen. Kommentar überflüssig, wer nicht dabei ist, hat etwas verpasst. Mit Einbruch der Dunkelheit um sechs Uhr Abends treffen wir überglücklich, aber erschöpft, in Lençois, unserem Ausgangspunkt der Radreise ein.

Ehemalig Sklavenkolonie

Wir besteigen noch einmal die Sättel und eine endlose Piste bringt uns ins „Quilombo do Remanso“, ein Dörfchen einer ehemaligen Sklavenkolonie. Hier besuchen wir die Schule, wo gerade der Schulschluss gefeiert wird. Wie jedes Jahr spendieren wir einen Geldbetrag, der jeweils für die anstehende Weihnachtsfeier der Knirpse höchst willkommen ist.

Mini Pantanal

Hier verladen wir die Bikes aufs Boot und paddeln in anderthalb Stunden durch ein Sumpfgebiet, auch Mini Pantanal genannt, zum Roncador Wasserfall, mit seinen natürlichen Pools. Von da radeln wir auf einem abenteuerlichen Biketrail zurück nach Lençois, wo wir den letzten Abend mit viel Caipirinha und Pizza in der Pousada von Ronaldo ausklingen lassen.

entspannen und geniessen am Strand

 

Endlich Ferien in Praia do Forte

Nun heisst es Abschied nehmen von der lokalen Crew. Dankeschön, Küsschen, auf ein baldiges Wiedersehen… und schon sitzen wir im Nachtbus, der uns zurück nach Salvador bringt. Am Busbahnhof erwartet uns der Fahrer Leao und bringt uns in einer Stunde nach Praia do Forte in unsere wunderschöne Pousada. Das Timing stimmt perfekt. Gleich nach der Ankunft wird ein herrliches Frühstück serviert. Nun ist relaxen angesagt, Pool, Strand, Caipirinha - endlich Ferien!

Zu Besuch bei Schildkröten

Am Samstag besuchen wir die neu renovierte Schildkrötenstation „Projeto Tamar“. Das Projekt unterstützt und schützt die fünf einheimischen Arten Meeresschildkröten, die an den Küsten Brasiliens ihre Eier ablegen. Es wird einerseits finanziert durch Besucherzentren, wie hier in Praia do Forte, von Universitäten und dem Ölgiganten Petrobras, dem drittgrössten Ölkonzern der Welt, der hier wenigstens wieder etwas gutmacht, gegen die Umweltverschmutzung die er sonst teilweise verursacht.

Rückreise nach Salvador de Bahia

Am Nachmittag treffen wir uns zum Schlussapero. Ich fahre anschliessend mit der Reisegruppe nach Salvador. Der Fahrer muss ca. eine Stunde warten bis alle bereit sind, aber wir sind ja in Brasilien. In der Churrascaria „Sal e Brasa“ gibt es das Abschlussessen für die Heimreisenden. Ein riesiges Salatbuffet inklusive Sushi, Crevetten, Fisch, Paella und am Tisch werden Fleischspiesse serviert mit ca. 25 Sorten Fleisch. Brasilien ist neben Argentinien und Uruguay einer der grössten Rindfleischproduzenten der Welt. Wir können kaum noch gehen, aber schaffen es trotzdem an den Flughafen, wo ich mich von den Gästen herzlich verabschiede. Wieder geht eine fantastische Reise im wunderschönen Brasilien zu Ende!

Infos zur Mountainbike Reise in Brasilien: www.bike-adventure-tours.ch/bikereisen/brasilien/

Reisebericht-Autor: Reiseleiter Pesche Fahrni

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bei 2 Personen ab CHF 3950
bei 4 Personen ab CHF 2950
bei 6 Personen ab CHF 2840
+ Flugpreis ab CHF 1000
Preisangabe pro Person
freie Plätze

Karte

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Reiseinfo

Teilnehmerzahl:

  • Individualreise ab 2 Personen

Anmeldung:

  • ca. 6-8 Monate vor Abreise empfohlen

Anforderungen und Strecke:

Einige Abschnitte im Nationalpark sind technisch anspruchsvoll (Level 3). Es gibt immer wieder kurze Tragepassagen bei der Überquerung von Flüssen, Abschnitte mit Sand oder Steinen. 

Die Gesamtstrecke beträgt 340-390 km mit 5650-6250 Höhenmeter in 9 Bike-Etappen. Wir fahren ca. 170 km Singletrails, ca. 190 km Naturstrassen und nur 30 km auf Asphalt. 

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