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Bike-Expedition auf dem legendären Pamir Highway

Unsere Bike-Expedition von Tadschikistan nach Kirgisien führt über den spektakulären Pamir Highway, die zweithöchste Fernstrasse der Welt. Die Bezeichnung Highway ist nicht ganz treffend, denn mit gut ausgebauten Schnellstrassen hat diese Strecke herzlich wenig gemeinsam. Die Pamir-Ebene, oft als «Dach der Welt» bezeichnet, bietet ein Wechselspiel aus bizarren Mondlandschaften, unberührten Gebirgsseen und fruchtbaren Tälern. Die schneebedeckten Sechs- und Siebentausender der Gebirge Hindukusch, Karakorum und Tien-Shan riegeln die Region von der Aussenwelt ab. Jurtensiedlungen und Yakherden sind oft über Hunderte von Kilometern die einzigen Anzeichen menschlicher Zivilisation. In elf Bike-Etappen auf breiten Jeeppisten oder geteerten Strassen geht es hinauf zum Karakul-See und bis an den Fuss des Pik Lenin (7134 m) in Kirgisien. Grandiose Berglandschaften und die unübertroffene Gastfreundschaft der Pamiri begeistern und begleiten uns auf unserer einmaligen Bike-Expedition.
3 Nächte im Zelt-Camp
8 Nächte in Jurten oder lokalen Guesthouses
Wanderung zum Basislager des Pik Lenin

Highlights

  • Hochebene vom legendären Pamir-Highway
  • Auf den Spuren der Seidenstrasse
  • Khorog, zwischen Hindukusch & Pamir
  • Gastfreundschaft der Pamiri
  • Am Fusse des Pik Lenin (7134 m)

Jubiläumsreise: Pamir Highway in Tadschikistan

18.07.–06.08.2021 mit Bea Fischli
Bei dieser Jubiläumstour geht es mit unserer langjährigen Reiseleiterin Bea Fischli auf Pionierreise abseits der ausgetretenen Touristenpfade durch die Hochtäler des Pamirs. Bea Fischli fühlt sich wohl auf den hohen Pässen in Zentralasien und kennt die Route und die Region schon von einer früheren Reise.

1. Tag: Flug nach Dushanbe (Tadschikistan)

Am Nachmittag fliegen wir via Istanbul nach Dushanbe, wo wir früh morgens am nächsten Tag landen.

Übernachtung: Hotel in Dushanbe (nach früher Ankunft am 2. Tag)

2. Tag: Sightseeing in Dushanbe – ein Relikt sowjetischer Stadtplanung

Nach ausgiebigem Ausschlafen und einem gemeinsamen Frühstück erkunden wir Dushanbe, die Hauptstadt von Tadschikistan und tauchen ein in die Geschichte des Landes. Plattenbauten und Boulevards zeugen von der Zeit des Sozialismus, als Tadschikistan der Sowjetunion angehörte. Mit dem Bus unternehmen wir eine Stadtrundfahrt und bestaunden die verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Pastellfarbene Fassaden ziehen an uns vorbei, dazwischen Spiegelglasfassaden und Neubauten im orientalischen Stil. Die Stadt wirkt seltsam vertraut. Sind es die verschneiten Berge, die sich beim ersten Tageslicht am Horizont abzeichnen und die entfernt an die Alpen erinnern? Sind es das moderne Fastfood-Restaurant oder der Supermarkt an der Hauptstrasse? Nein, es ist ihr imperialer Geist. Dushanbe trägt ein fernes Echo Europas in sich, weil es eine sowjetische Stadt ist. Die Einheimischen bezeichnen das Alter der Häuser, indem sie von Stalin-Häusern, den Chruschtschow-Häusern oder den Breschnew-Häusern sprechen. Als Abschluss der intensiven Stadtbesichtigung laufen wir entlang der ca. 1 km langen Mauer, auf der die vielfältige Geschichte des Landes, vom persischen Reich bis heute, mit gemalten Bildern erzählt wird.

Übernachtung: Hotel in Dushanbe

3. Tag: Jeepfahrt nach Kalaikhum

Die Bikes werden in einen Truck verladen und wir besteigen die Jeeps, die uns über immer wilder werdende Gebirgsstrassen nach Kalaikhum bringen. Das Geheimnisvolle und Aufregende, das wir in dieser Gegend vorfinden, entschädigt auch für das Warten an verschiedenen Checkpoints. Wir kommen am Nurek-Stausee vorbei und geniessen das Mittagessen in einem landestypischen Gasthaus. Wir sind nun in der autonomen Region Gorno-Badakhshan unterwegs. Am gegenüberliegenden Ufer des rauschenden Flusses erhebt sich in der Dämmerung eine massive Felswand 2000 Meter in die Höhe. Bald schon taucht die kleine Stadt Kalaikhum auf.

Transfer: Jeep, 380 km, 8 h
Übernachtung: Hotel in Kalaikhum

4. Tag: Jeepfahrt nach Khorog

Die Landschaft bleibt weiter spektakulär. Immer wieder bietet die gegenüberliegende afghanische Seite wunderbare Fotosujets. Dieses Gebiet ist sehr abgelegen und weit entfernt von der afghanischen Hauptstadt Kabul. Männer mit traditionellen Kopfbedeckungen und Kinder sind mit strohbeladenen Maultieren unterwegs. Wir folgen weiter dem Fluss Panj, der die Grenzen zwischen den Ländern zieht. Am späten Nachmittag erreichen wir Khorog, unseren Ausgangsort für die Biketour. Khorog liegt auf 2300 m. ü. M. in einem tiefen Tal am Zusammenfluss der Flüsse Panj und Ghunt, dramatisch eingerahmt von hohen Bergspitzen, die bis zu 5000 m Höhe erreichen. Wir setzen die Bikes zusammen und erkunden die Stadt per Bike. Khorog ist die Hauptstadt der Gorno Badakhshan GBAO Region. In Khorog gibt es verschiedene Projekte der Aga Khan Foundation. Am Abend probieren wir das typische Pamiri Essen.

Transfer: Jeep, 260 km, 6 h
Übernachtung: Hotel in Khorog

5. Tag: Warme Quellen bei Andarob

Wir begrüssen unser lokales Team, das uns bis nach Kirgisien begleiten wird. Auf einer kleinen geteerten Jeepstrasse fahren wir dem Panj-Fluss entlang. Kleine Dörfer wirken wie grüne Oasen in der kargen Berglandschaft. Freundlich winken uns die Kinder zu. Am Nachmittag biegen wir in ein Seitental ab und erreichen nach kurzen aber knackigen Steigungen die berühmten heissen Mineralquellen von Garm-Chasma. Auch wir versprechen uns Linderung von dem einen oder anderen Leiden! Ein idyllisches Camp rundet diesen ersten interessanten Biketag ab.

Bikestrecke: 51 km, 800 Hm
Übernachtung: Zeltcamp auf 2100 m

6. Tag: Entlang dem Panj nach Ishkashim

Die Bike-Etappen sind ideal um uns an die Höhe zu gewöhnen. Auf flache Strecken folgen kleinen Steigungen. Im Garten eines netten Teehauses machen wir unseren Lunchstopp. Ein Mittagsschlaf würde sich anbieten, doch es wartet noch die anspruchsvolle Schlussstrecke bis nach Ishkashim. Dieses Dorf ist der letzte grössere Ort während den nächsten Tagen. Hier befindet sich die einzige Verbindungsbrücke auf die gegenüberliegende afghanische Seite. Die natürliche Grenze zu Afghanistan bildet der Fluss Panj. Hier endete im 19. Jahrhundert das «Grosse Spiel» (der historische Konflikt zwischen Grossbritannien und Russland um die Vorherrschaft in Zentralasien). In einem kleinen Guesthouse beziehen wir unsere Zimmer.

Bikestrecke: 67 km, 750 Hm
Übernachtung: Guesthouse auf 2600 m

7. Tag: Weiterreise auf alten Handelsrouten nach Yamg

Auf der Fahrt Richtung Yamg (Vrang) wird der Panj und mit ihm das Tal zwischen Pamir und Hindukusch breiter. In der Ferne erscheinen schneebedeckte Gipfel, jene der 7000 m hohen Berge im Wakhankorridor, dem nördlichsten Streifen von Afghanistan. Wir geniessen es, auf dem Bike durch die kleinen Dörfer der Pamiri zu radeln. Manchmal deuten Gesten und Worte der Einheimischen, dass sie uns zu einem Tee einladen möchten. Die vielen Dialekte des Pamirvolkes gehören zur Familie der iranischen Sprachen. Die Leute begegnen uns interessiert, offen und sehr gastfreundlich. Nachdem wir unser Guesthouse erreicht haben, packen wir unsere Badesachen ein und es geht per Jeep von Yamchung hinauf zu den Quellen der Bibi Fatima. Unterwegs befinden sich auch die Ruinen der alten Schutzfestung von Yamchung. Besonderen Schutz brauchten neben der Bevölkerung auch die Handelskarawanen, die hier zwischen Pamir und Hindukusch den einzigen weit und breit möglichen Weg von West nach Ost und umgekehrt nahmen. Auch Alexander der Grosse war in diesem Gebiet unterwegs. Welch herrliche Aussicht wir von diesem erhöhten Ruinenfort über das Tal geniessen.

Bikestrecke: 80 km, 1100 Hm
Übernachtung: Guesthouse auf 2800 m

8. Tag: Mit dem Bike im Land des Aga Khan

Am Morgen besuchen wir den Sufischrein des Mubarak Kadamm und das kleine Museum in Yamg. Unser Führer erzählt uns über die besondere Bauweise des traditionellen Pamirihauses, das den ehemaligen zoroastrischen so auch den heutigen ismaelitischen Glauben repräsentiert. Das Oberhaupt der Ismaeliten ist der Aga Khan der IV., er wurde 1936 im Kanton Genf geboren. Er unterstützt durch seine Stiftung Aga Khan Development Network die schwache Infrastruktur dieser Bergregion. Auch schweizerische und deutsche Organisationen stehen hier im Einsatz. Eines der Ziele ist, die Schönheiten der Pamir-Region dem Tourismus zugänglich zu machen und mit den Homestays der einheimischen Bevölkerung Verdienstmöglichkeiten zu schaffen. Auf dem Bike fahren wir im Talboden auf einer etwas ruppigen Jeepstrasse in das letzte Dorf Langar im Wakhan. Unterwegs besuchen wir in Vrang die buddhistische Stupa aus dem 6. Jh. und die Höhlen, in denen einst buddhistische Mönche meditiert hatten.

Bikestrecke: 35 km, 400 Hm
Übernachtung: Guesthouse auf 2800 m

9. Tag: Vom Khargush-Pass zum Bulunkul-See

Wir nehmen Abschied von den üppigen Tälern des Wakhan und den Pamiri, die in den kleinen Dörfern leben. Die Bikes verladen wir für den Morgentransfer in den Truck und fahren mit den Jeep bis an den Fuss des Kargush-Passes. Anschliessend erklimmen wir mit dem Bike die circa 10 Kilometer von 3900 auf 4300 Meter. Die Landschaft verändert sich. Die Kargheit dieser Hochtäler spielt mit den verschiedensten Farbtönen. Wir spüren die dünne Luft. Da wir gut akklimatisiert sind, erreichen wir den Yashikol-See ohne Probleme. Die schlechte Jeepstrasse fordert etwas Bikegeschick. Nach einem Downhill kreuzen wir wir die M41, den Pamir Highway. Die Strasse zwischen Khorog und Osh wurde 1931 vervollständigt. Weiter geht es auf einer kleinen Strasse zum Dorf Bulunkul auf 3900 Metern neben dem tiefblauen Yashikol-See. Welch Kontrast zu den weissen Filzjurten, in denen wir unser Nachtlager haben.

Transfer: Jeep, 3 h
Bikestrecke: 45 km, 400 Hm
Übernachtung: Jurtencamp in Bulunkul auf 3800 m

10. Tag: Archaische Landschaften und kleine Geysire

Eine kleine Strasse führt uns am Ufer des Yashikul-See entlang. Anschliessend erklimmen wir eine kleine Anhöhe und sind sprachlos von den verschiedenen Farbtönen, die sich in der Morgensonne präsentieren. Die Landschaft ist karg und trocken. Im Sommer kann es Temperaturen um die 30 Grad geben. Kaum zu glauben, dass im Winter der Thermometer Minus 30 Grad Celsius anzeigen kann. Wir folgen dem Flusslauf bis wir in Alichor auf den Pamir Highway treffen. Wir geniessen die Asphaltkilometer bis nach Bash Gumbez. Diese kleine Jurtenansiedlung wird im Sommer benutzt für die Yak- und Schafherden. Wir sind zu Gast bei einer Familie und haben Einblick in das Alltagsleben auf einer Pamiri-Alp. Die Jurte wird unser Nachtlager sein, direkt an einem Fluss gelegen. Am Abend kommen die Yakherden von den Weiden ins Lager. Welch ein Anblick!

Bikestrecke: 70 km, 590 Hm
Übernachtung: Jurtencamp in Bash Gumbez auf 3900 m

11. Tag: Auf dem Pamir-Highway nach Murghab

Wir bewegen uns immer auf den Höhen um 3800 bis 4200 Metern. Wahrlich das «Dach der Welt». Vor Murgab überqueren wir in einer langsam ansteigenden guten Teerstrasse den 4100 Meter hohen Neizahtasch-Pass. Wir sind erstaunt über den geringen Verkehr. Seit die Schnellstrasse von Osh nach Dushanbe führt nehmen die grossen Lastwagen öfters diese Strasse. Umso erfreulicher für uns Biker. Wir erreichen Murghab. Dieses 7000-Seelen-Dorf liegt auf 3700 Metern und wird von den den kirgisischen Pamiri bewohnt. Sie sprechen nicht wie im Wakhantal Tajik oder einen Pamiridialekt, sondern Kirgisisch. Unterwegs treffen wir Nomaden mit ihren Yakherden. Hier ist auch das Gebiet, in dem das bekannte Marco-Polo-Schaf seinen Lebensraum hat. Die Anzahl ist sehr dezimiert. Doch gibt es immer noch Herden in den Bergen des Pamir. Unser Guide erzählt uns über die Wildtiere, die noch in dieser Gegend leben wie der selten zu sehende Schneeleopard.

Bikestrecke: 75 km, 480 Hm
Übernachtung: Hotel in Murghab auf 3620 m

12. Tag: Ruhetag in Murghab

Die Farbtöne rund um Murghab wirken surreal. Bei einem kleinen Spaziergang können wir das eine oder andere im Bazar kaufen. Wir stocken unsere Essvorräte auf und bringen die Bikes wieder in Schwung. So bleibt auch genügend Zeit um uns zu erholen. Bei schönem Wetter sieht man von Murghab aus den ca. 200 Kilometer entfernte Muztagh Ata (7546 m) in China. Wer möchte, hat auch die Gelegenheit für eine Jeeptour ins Gebiet der Marco-Polo-Schafe.

Übernachtung: Hotel in Murghab auf 3620 m

13. Tag: Per Bike zum Ak-Baital-Pass

Wir fahren gemütlich auf einer kleinen Teerstrasse los. Die Beine sind ausgeruht. Wir geniessen die Landschaft auf dem Weg zum Ak-Baital-Pass (4655 m). Dies war der höchste Passübergang der früheren UdSSR. Er stellt auch den höchsten Punkt auf unserer Reise dar. Immer wieder sehen wir Nomaden mit ihren Jurten und den Yakherden. Vor dem Pass geniessen wir das Campleben. 

Bikestrecke: 70 km, 900 Hm
Übernachtung: Zeltcamp auf 3800 m

14. Tag: Über den höchsten Pass nach Karakul

Obwohl wir schon in der Passnähe sind, müssen die 5 Kilometer auf die Passhöhe erarbeitet werden. Die Luft wird dünner. Die karge Landschaft mit den verschiedenen Brauntönen beeindruckt. Wir überqueren den Ak-Baital-Pass bevor es dann zum Karakolsee auf 3900 Metern geht, dem grössten See von Tadschikistan. Ein traumhafter Blick auf die höchsten Berge des Pamir erwartet uns. Der Pik Lenin (7130 m) leuchtet an der kirgisischen Grenze. Wir erspähen den tiefblauen, grössten See von Tadschikistan, den Karakolsee und das kleine Dorf Karakul.

Bikestrecke: 62 km, 480 Hm
Übernachtung: Guesthouse in Karakul auf 3900 m

15. Tag: Grenzübertritt nach Kirgisien

Von Karakul geht es am Flussufer im Angesicht der Schneeberge auf dem Pamir Highway weiter Richtung Grenze. Die Strasse führt immer an der chinesischen Grenze entlang und führt über den Uy-Buloq-Pass hinauf zum tadschikischen Grenzposten. Nach der Ausreise aus Tadschikistan geht es hinauf zum Kyzyl-Art-Pass auf 4250 Metern. Das Schwerste ist geschafft – Zeit für ein Foto. Unsere Beine können sich nun auf der Abfahrt zum 20 Kilometer entfernten kirgisischen Grenzposten entspannen. Welch ein Gefühl, mit dem Bike die Grenze zu überqueren. Und wieder einmal ändert sich die Landschaft komplett. Nach der Grenze tauchen wir in die weiten Grassteppen Kirgisiens ein, auf denen Pferde- und Schafsherden weiden und vereinzelt Jurten stehen. In Sary Tash erreichen Sie am späten Nachmittag das Guesthouse.

Bikestrecke: 97 km, 780 Hm
Übernachtung: Guesthouse in Sary Tash auf 3710 m

16. Tag: Tiefblauer Bergsee Tulparkul

Sicher wird dies ein Highlight auf der Bikereise. Im Angesicht der 7000er biken wir zum Tuluparkul-See in der Nähe vom Basislager des Pik Lenin, dem höchsten Gipfel des Alai-Gebirges. Die Strasse führt zum Teil durch Bäche und ist in schlechtem Zustand. Viel Verkehr gibt es nicht. Ab und zu kreuzen wir Jeeps, die das Basislager versorgen oder wir begegnen Bergsteigern. Der Pik Lenin – früher nach dem ersten Generalgouverneur von Turkmenistan «Mount Kaufmann» genannt – gehört zum Transaltai-Gebirge und erhebt sich knapp 100 km westlich der chinesischen Grenze. Er ist einer der technisch wenig schwierigen 7000er Zentralasiens und wurde 1928 von einer aus Russen, Deutschen und Österreichern bestehenden Gruppe erstbestiegen. Welch imposanter Blick wir vom Jurtencamp auf den Tulparkul-See geniessen können.

Bikestrecke: 58 km, 640 Hm
Übernachtung: Jurtencamp am Tulparkul See auf 3500 m

17. Tag: Wanderung zum Basislager des Pik Lenin

Langsam geht die Reise dem Ende entgegen. Am Morgen bereiten wir die Bikes für den Rücktransport vor und versorgen sie in die Kartons und in den Truck. Der Truck fährt direkt in ca. 15 Stunden nach Bishkek. Wir machen am Nachmittag eine kleine Wanderung zum nahem Basecamp des Pik Lenin.

Wanderung: 5 h, 9 km, 500 Hm
Übernachtung: Jurtencamp am Tulparkul See auf 3500 m

18. Tag: Jeepfahrt nach Osh und Stadtbesichtigung

Es heisst Abschied nehmen von der herrlichen Bergwelt und es geht wieder zurück nach Sari Tash und weiter auf der Hauptstrasse nach Osh. Unterwegs erleben wir die verschiedensten kirgisischen Landschaften. Falls die Zeit reicht, bietet sich ein Besuch im grossen Basar von Osh an. Osh ist eine,
der Überlieferung zufolge, über 3000 Jahre alte Stadt. Sie hat heute ungefähr 250 000 Einwohner und liegt am Ostrand des Ferghanatals im Süden von Kirgisien auf 870 Metern. Die Bevölkerung von Osh ist ethnisch durchmischt mit Kirgisen, Usbeken, Russen, Tadschiken und weiteren kleineren ethnischen Minderheiten. Besuch des Heiligen Berges Suleiman im Zentrum der Stadt. Die Legende erzählt, dass König Salomon die Gegend des Fergana-Tales hier überquert hat und sich auf diesem Berg ausgeruhte.

Transfer: Jeep, 270 km
Übernachtung: Hotel in Osh auf 870 m

19. Tag: Inlandflug nach Bishkek

Ein Inlandflug bringt uns am Morgen von Osh nach Bishkek. Die Busreise wäre circa 12 Stunden. Diese lange Fahrt lässt sich mit dem Inlandflug, der ungefähr eine Stunde dauert, umgehen. Auf einem geführten Stadtrundfahrt erfahren wir viel Interessantes über die junge Hauptstadt, die stark von sowjetischer Architektur geprägt ist. Auch besuchen wir den grossen und farbenfrohen Zentralmarkt «Osh-Bazar» und das Manas Monument mit dem dazugehörenden Park. Die Bikes werden am Abend im Hotel in Bishkek eintreffen. 

Flug: Inlandflug Osh-Bishkek, ca. 1 h
Übernachtung: Hotel in Bishkek

20. Tag: Rückflug nach Europa

Am Morgen fliegen wir von Bishkek via Istanbul zurück nach Zürich. Ankunft am frühen Nachmittag.


Gut zu wissen

Die Jeepstrassen im Wakhan-Korridor und der Pamir-Highway in Taschikistan sind hervorragend geeignet für ein anspruchsvolles Bike-Erlebnis. Teils auf asphaltierten Strassen und auf Gebirgspisten geht es durch ein faszinierendes Land, das auf relativ kleiner Fläche eine sehr vielfältige Natur und unterschiedliche Vegetationszonen bietet. Die Begleitung durch ein Fahrzeug und der Transport der kompletten Ausrüstung und des Gepäcks erleichtert die zum Teil anstrengenden Etappen und sorgt für Komfort und Sicherheit.

Da wir in sehr abgelegenen Gegenden unterwegs sind, ist es unerlässlich, vorsichtig zu sein und unnötige Risiken zu vermeiden. Ein Arzt muss eventuell weite Wege zurücklegen.

Bikes

Auf dieser Reise nimmt jeder Teilnehmer sein eigenes und gut gewartetes Mountainbike mit. Die Biketransportkosten sind im Reisepreis inbegriffen. Ein vollgefedertes Bike ist sehr empfehlenswert.

Übernachtungen

Während der Reise übernachten wir achtmal in Hotels, achtmal in Jurten oder Guesthouses und geniessen drei Übernachtungen im Zelt. Ein warmer Schlafsack ist empfehlenswert. Die Jurten sind einfach eingerichtet. Sie verfügen über Strom (während mehreren Stunden, Generatorbetrieb) und eventuell einen Ofen, der bei Kälte eingeheizt werden kann. Ein beheiztes Häuschen (Sauna) wo man sich waschen kann, Bettwäsche und Kissen sind vorhanden. Die Familienunterkünfte (einfache Verhältnisse) verfügen über Strom, Dusche mit warmem Wasser, Bettwäsche und Kissen. Eine Heizung ist nicht überall vorhanden. Die Belegung in den Jurten und Guesthouses ist 2–4 Personen.

Mahlzeiten

Wir werden mit guten, bekömmlichen Mahlzeiten verpflegt. Auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten (viel frisches Gemüse, Kartoffeln, Pasta, Reis).


YouTube Video Inspiration


Weitere Videos über unsere Bikereisen findest du auf unserem YouTube-Kanal

Gruppenreise

Im Preis inbegriffen:

  • Flug Zürich–Duschanbe, Bishkek–Zürich
  • Inlandflug Osh-Bishkek
  • Flugtaxen & Treibstoffzuschläge
  • Transport des eigenen Bikes 
  • Begleitfahrzeug
  • Transfers
  • 8 Übernachtungen im Hotel im Doppelzimmer
  • 8 Übernachtungen in der Jurte oder Guesthouse im Doppel- oder Mehrbettzimmer
  • 3 Übernachtungen im Zelt
  • Vollpension auf der ganzen Reise
  • erfahrene Begleit- & Küchenmannschaft
  • Eintritte und Besichtigungen gemäss Programm
  • lokale, englischsprachige Reiseleitung
  • deutschsprachige Bike Adventure Tours-Reiseleitung 

Nicht inbegriffen:

  • Getränke
  • Trinkgelder
  • Visumgebühren Tadschikistan, E-Visa mit GBAO Permit USD 70.–
  • Annullationskosten- und Assistanceversicherung
  • evtl. ½ Einzelzimmerzuschlag (siehe AVRB Punkt 3.1)
  • evtl. Kleingruppenzuschlag (siehe AVRB Punkt 3.2)

Zusätzlich buchbare Leistungen: 

  • Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage
  • MyClimate Flugkompensation

Einzelzimmerzuschlag

Wir bemühen uns, für alle Gäste einen Zimmerpartner zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, übernehmen wir die Hälfte dieses Zuschlages. Einzelzimmer, vorbehältlich Verfügbarkeit.