Reiseprogramm
Leistungen

Auf den Spuren der Belle Epoque in Graubünden

Wir erleben die Faszination der Bündner Alpenpässe (Splügen, Maloja und Albula) mit dem E Bike und tauchen in ihre Geschichte ein. Wir übernachten in zwei bekannten Jugendstilhotels. Im traditionellen Hotel Walther in Pontresina erfahren wir viel Interessantes über die Zeitspanne der Belle Epoque, die von ca. 1890 bis zu Beginn des ersten Weltkrieges dauerte. Eine tolle Kombination von Fahrtwind auf dem E-Bike und historischer Zeitreise.

Highlights

  • Faszinierende Passfahrten über den Splügen-, Maloja- und Albulapass
  • Naturschauspiel in der Viamala-Schlucht
  • Historischer Stadtkern von Chiavenna
  • Seenlandschaft des Engadins
  • Historischer Schluchtenweg Alter Schyn
  • Eintauchen in die Geschichte der Belle Epoque

1. Tag: Kulturelle Vielfalt am Splügenpass

Nach der Besammlung um 9.00 Uhr in Thusis erfolgt ein kurzer Überblick über die bevorstehende Biketour. Ausgerüstet mit dem eigenen E-Bike oder einem Mietbike mit 2 Akkus und voller Tatendrang, tauchen wir in die sagenumwobene Viamala-Schlucht ein. Vor Jahrtausenden vom Gletschereis und vom Wasser des Hinterrheins in den massiven Felsen geschliffen, sind in der Viamala heute noch lebendige Spuren einer faszinierenden Geschichte zu entdecken.

In Zillis bestaunen wir die einzigartige Bilderdecke in der Kirche St. Martin, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Langsam beginnt die Strasse zu steigen. Nach einer Mittagsrast in Splügen beginnt der eigentliche Splügenpass. In unglaublichen 75 Windungen geht es auf die Passhöhe (2114 m). Der Splügenpass verbindet den Kanton Graubünden mit der italienischen Provinz Sondrio. Welch erhabenes Gefühl, diesen Übergang auf dem Velo zu erleben, der bei den Römern schon bekannt war.

Eine unvergessliche Abfahrt von über 35 km bringt uns nach Chiavenna (330 m). Im historischen Stadtkern von Chiavenna gönnen wir uns ein Gelati oder einen italienischen Espresso. In der Altstadt sind heute noch Spuren der adeligen Vergangenheit zu sehen, welche wir vom Velosattel aus geniessen können. Langsam steigt die Strasse wieder an. Wir passieren mit den Elektrovelos die Grenze und sind wieder in der Schweiz unterwegs. Die Strasse führt weiter ins Bergell. Das Bergell ist für seine ausgedehnten Kastanienwälder bekannt. Am späteren Nachmittag erreichen wir Promontogno (820 m). Dieses Dorf wurde im 19. Jh. zu einem wichtigen Etappenhalt für die Touristen, die Richtung Engadin unterwegs waren.

Wir übernachten im historische 3* Hotel Bregaglia in Promontogno. Wie ein Findling steht das Hotel in dem ihm seinen Namen gebenden Tal. Der beeindruckende, unverwechselbare Bau geht auf die ersten Stunden des Alpentourismus zurück.

Bikestrecke: 78 km, 1800 Hm
Übernachtung: Hotel Bregaglia in Promotogno

2. Tag: Soglio "Schwelle zum Paradies" und Belle Epoque im Engadin

Das Bergell ist seit Jahren nicht nur beliebt bei Alpinisten und Wanderer, sondern auch als Rückzugsort für Kunstschaffende und Naturliebhaber. Die Gemeinde Bergell besteht aus einer Handvoll Ortschaften, beschützt von zackigen, eleganten Bergen aus Granit, zu deren Füssen dichte Wälder wachsen. Alle Dörfer sind reich an Geschichte und Kunsthandwerk. Wir besuchen das nahegelegene Dorf Soglio. Soglio ist ein bezauberndes 300 Seelen Dorf im Bergell. Es liegt auf einer sonnigen Bergterrasse, und ganz vorne am Abhang steht die Kirche St. Lorenzo, die heute noch als Wahrzeichen des Fleckens gilt. Durch die schmalen, mit Steinen gepflasterten Gassen, weht der Atem der Geschichte. Rund um den Palazzo Salis findet man stilvoll zur Ruhe. Giovanni Segantini muss wohl im Garten des Palazzo Salis gesessen haben, als er schwärmte, Soglio sei «die Schwelle zum Paradies». Der Ort ist auch bekannt für seine Blumenpracht, romantischer geht’s nicht mehr.

Gerne würde man noch etwas verweilen doch es geht weiter auf dem E-Bike, denn ein Pässe-Highlight erwartet uns. Die Strasse schraubt sich im wahrsten Sinne des Wortes hoch. Wir geniessen ohne viel Schweiss die Bergkulisse des Badile und erreichen den Malojapass (1815 m), der das Bergell mit dem Engadin verbindet. Nach dem Mittagstopp auf der Passhöhe treten wir ein durch die Pforte ins wunderbare Engadin. Durch die einzigartige Seenlandschaft ist diese Gegend als „Festsaal der Alpen“ in der ganzen Welt bekannt. Kein Wunder, war dieses Tal im 19. Jahrhundert schon Anziehungspunkt von Touristen aus anderen europäischen Ländern. Hotels für die Gäste wurden gebaut.

Nach einer gemütlichen Biketour auf kleinen Strassen auf dem Hochplateau und durch den berühmten Stazerwald erreichen wir Pontresina. Wer Lust hat, kann mit dem E-Bike noch in das bekannte Morteratschtal fahren und die eindrückliche Gletscherwelt des Berninagebirges auf sich wirken lassen. Am Abend geniessen wir die „Grand Moments“ im schmucken Jugendstilsaal des Hotel Walther.

Das Hotel Walther wird in einer einzigen Bauetappe zwischen 1905 und 1907 gebaut. 1963 wird aus dem Hotel Palace das Hotel Walther, nach dem Eigentümer benannt und in aufwändiger Arbeit restauriert. Es ist ein gekonnter Mix aus Denkmalschutz und Modernisierung. Bedeutende Gebäudestrecken schwelgen deshalb noch heute im Jugendstil und können sich dank kreativer, baulicher und technischer Raffinessen auf harmonische Weise mit der Neuzeit zusammenraufen. Einer der wesentlichen Gründe, warum das Haus seit 1993 zur weltweit renommierten Hotelvereinigung Relais & Châteaux zählt.

Bikestrecke: 70 km, 1400 Hm
Übernachtung: Hotel Walther in Pontresina

3. Tag: E-Biketour vom Engadin über den Albulapass nach Thusis

Auf kleinen Feldwegen fahren wir mit den E-Bikes zum malerischen Dorf La Punt Chamues. Viele kleine Dörfer, die geheimnisvolle rätoromanische Namen tragen wie Cinuos-chel oder Chamues-ch, bergen aussergewöhnliche, architektonische Sehenswürdigkeiten. Wir nehmen uns Zeit in La Punt, ein paar Häuser in diesem typischen Engadiner Baustil näher zu betrachten. Anschliessend geht es über den höchsten Pass der Tour, den Albulapass (2312 m). Der Albulapass verbindet Bergün im Albulatal mit La Punt im Oberengadin. Weil die schmale Strasse über den Pass nach dem Bau der Albulabahn, vor allem aber wegen der günstigeren Verhältnisse am Julierpass in verkehrstechnischer Hinsicht keine Bedeutung mehr hatte, wird sie jedes Jahr von November bis Juni wegen Lawinengefahr gesperrt. In der übrigen Zeit benutzen vor allem Touristen den Pass oder eben Radfahrer, wie wir es sind.

Nach einer eindrücklichen Abfahrt im Angesicht des Naturpark Ela und seiner Bergkulisse, erreichen wir den wohl schönsten Bergsee der Schweiz, den Palpuegnasee. Der See ist Teil des grössten Naturparks der Schweiz. Nach einer kurzen Rast am See geht es weiter nach Bergün. Im Winter ist diese Strecke für Schlittler ein Eldorado. Von Bergün geht es weiter nach Filisur. Vielleicht sehen wir einen Zug der Rhätischen Bahn über das berühmte Viadukt fahren. Die Albula- und Berninalinie der Rhätischen Bahn zählen seit Juli 2008 aufgrund ihrer einzigartigen Bautechnik und Linienführung zum UNESCO Welterbe. Auf einem kleinen Bike- und Radweg geht es nach Tiefencastel. Die Traversierung der Schinschlucht zwischen Tiefencastel, Alvaschein und Sils im Domleschg ist ein letztes Sahnehäubchen als Abschluss dieser unvergesslichen E-Biketour durch Graubünden. Wir treffen ca. 17:00 Uhr wieder am Startpunkt in Thusis ein.

Programmänderungen vorbehalten.

Gruppenreise

Im Preis inbegriffen:

  • 1 Übernachtung im 3* Hotel Bregaglia, Doppelzimmer mit Halbpension (3-Gang-Menü)
  • 1 Übernachtung im 4* Hotel Walther, Doppelzimmer mit Halbpension (4-Gäng-Menü)
  • 2 Mittagessen (1x Restaurant, 1x Picknick)
  • Begleitfahrzeug mit Fahrer Pesche Fahrni
  • Bike Adventure Tours Reiseleiter Bea Fischli & Karl Günthard

Nicht inbegriffen:

  • An- und Abreise Thusis
  • alle Getränke
  • Trinkgelder
  • Annullationskosten- und Assistanceversicherung

Zusätzlich buchbare Leistungen:

  • Frontgefedertes E-Bike Flyer UPROC 2 mit 2 Akkus, CHF 150.–
  • Einzelzimmerzuschlag CHF 130.–
  • Bike Adventure Tours Bikeshirt CHF 30.–

Einzelzimmerzuschlag:

Wir bemühen uns, für alle Gäste einen ZimmerpartnerIn zu finden. Bei Einzelzimmer ist die Verfügbarkeit vorbehalten.